Wie Nonprofits mit Erfolg auf Internetvideos setzen

Tipp 1: SPANNUNG

Ein Film über Verkehrssicherheit könnte so dröge und abgelutscht sein. Aber nicht hier. Alles was geschieht, passiert im Kopf des Zuschauers. Jeder erwartet mit Spannung die Katastrophe. Der Twist ist, dass diese gerade nicht eintritt. Das sorgt dafür, dass die Botschaft landet: „Ja, Du ärgerst Dich darüber, wenn Du geblitzt wirst, aber Du hast auch ein Kind, oder? Also… besser es passiert nicht.“

Tipp 2: FUNDRAISING

Warum uns dieses Video so tierisch gut gefällt? Es bringt Fundraising, Marketing und Awareness in einer Aktion zusammen. Die Gadgets, die hier versteigert wurden, haben neben dem guten Zweck auch eine Coolness, die es schnell in Printmedien und Multiplikatoren-Blogs geschafft hat.

Tipp 3: KINO

Dieser 1-Minüter für die Obdachlosenhilfe der Caritas Berlin lief kurz vor Weihnachten in 12 Programm-Kinos in Berlin. Eine Distributions-Strategie, die sich für regionale NonProfit Kampagnen durchaus anbietet, da die Zielgruppe sehr viel genauer als im Internet bestimmt werden kann. Der TKP (TausenderKontakterPreis) Kino liegt derzeit bei ca. 50 Euro – das entspricht ungefähr den Kosten für Instream Video-Adds, also online Videowerbung z.B. auf Youtube, die aber keine regionalspezifische Selektion anbieten.

Tipp 4: MUSIK

Musik kann ein Schlüssel sein. So wie hier beim Paralympics Spot des UK-Channel 4. Drei Minuten geballte Kraft. Zwei Millionen Zuschauer nach nur einer Woche, die alle mindestens zwei Minuten drangeblieben sind – eine Meisterleistung.

Und ganz aktuell der Spot der Berliner Verkehrsbetriebe:

Tipp 5: STORY

Sie erinnern sich sicher an den Basketball Awareness Test mit dem Bären, oder? Aus 2012. Der viral ging mit 23 Millionen Zuschauern bis heute. Die dramaturgische Wende – wenn wir erkennen, was wir alles übersehen haben – erzeugt einen großartigen Unterhaltungswert. Unser Aufmerksamkeitsdefizit ist aber ZUGLEICH auch schon Kern der Botschaft. Und das macht eine gute Story zu einer genialen Kampagne.

Tipp 6: INTELLIGENZ

Der ökologische Fußabdruck wird in dieser sehr geschickten Videokampagne zu einem Handabdruck. Ziel der Kampagne: Lasst den Heißlufttrockner aus. Wo? Na da, wo ihr gerade seid – im Kino! Denn dieser Spot lief (und läuft) in Kinos, die ihn kostenlos online bestellen können als Eigenbeteiligung, der Spot läuft gleich vor dem „Handys aus“-Clip.

Tipp 7: ECHTE MENSCHEN

Zum Schluss ein Film, der gar nicht von einem Nonprofit-Unternehmen stammt. Weil er bis zum Schluss gar nicht als kommerzieller Clip erkennbar ist. Aber große Emotionen mit echten Menschen erzeugt.

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